Quelle: Thüringer Allgemeine vom 26.03.2019, Autorin: Jane Sichting

Mit verkleinertem Kader steigen die Radsportlerinnen von „maxx-solar-Lindig“ in ihre achte Saison ein. Große Ziele in der Bundesliga und bei internationalen Rennen

Erfurt Mit strahlenden Gesichtern kamen sie auf ihren Rennrädern einzeln um die Ecke gefahren. Jede der zehn Damen des maxx-solar Lindig-Teams wurde bei der offiziellen Teampräsentation am Montag individuell begrüßt und mitsamt der bisherigen Erfolge vorgestellt. Dabei sei es vor allem der Zusammenhalt und das große Vertrauen ineinander, was die Mannschaft auszeichne. Seit der Gründung 2012 habe sich die Truppe um Kapitänin Beate Zanner zu einem der besten Amateurmannschaft in Deutschland entwickelt.

Für die bevorstehende Saison liege der Fokus vor allem auf der Titelverteidigung in der Bundesliga-Serie. Denn 2018 konnte der Gesamtsieg sowohl in der Einzelwertung wie auch in der Mannschaft eingefahren werden. Zudem gelte es, sich stetig weiterzuentwickeln und auch international den Sprung ins Profilager zu schaffen.

Um konzentrierter arbeiten zu können und die Fahrerinnen auch individuell besser zu fördern, wurde das Team 2019 auf neun Frauen sowie Junioren-Starterin Olivia Schoppe verkleinert. Als Zugpferd fungiere vor allem die erfahrene Beate Zanner aus Gera. „Wir sind eine sehr junge Mannschaft. Umso wichtiger ist es, dass die Jüngeren von Beate profitieren. Von ihr können sie lernen, wie man ein Rennen taktisch und technisch gut absolviert“, sagt Teamleiterin Vera Hohlfeld.

Bereits mehrfach sicherte sich Zanner den Gesamtsieg in der Bundesliga. Auf den Lorbeeren ausruhen wolle sie sich aber nicht: „Vielmehr ziehe ich daraus meinen Ansporn. Schön wäre es, wenn wir es auch in diesem Jahr auf das Podium schaffen.“

Bereits 2014 feierte die 36-Jährige mit einem Etappensieg bei der Thüringen Rundfahrt der Frauen einen ihrer größten Erfolge. Ganz auf den Radsport wollte sie sich aber nicht konzentrieren. „Der Schritt in den Profisport wäre noch einmal extrem groß gewesen. Dafür liebe ich meinen Job in der Automobilbranche und mein gewohntes Umfeld viel zu sehr.“ Und mit bis zu 15 Trainingsstunden in der Woche käme ihre Leidenschaf auch so nicht zu kurz. Besonders gern trainiere sie auf den Strecken rund um Gera: „Wenn ich in Richtung Leuchtenburg oder ins Altenburger Land fahre, fühlt sich das an wie Urlaub.“ Unterwegs sei sie dabei meist allein, schließlich ist das Team über ganz Deutschland verteilt und hat mit Astrid Gaßner sogar eine Österreicherin mit dabei.